Montag, 10. September 2007

Tradition und Moderne

Ein Sonntagsspaziergang kann bei so tollem Wetter echt viel Spaß machen...und über mehrere Stunden ausgedehnt werden. Erklärtes Ziel war Chinatown. Also hieß es, bequeme Schuhe anziehen, die gute Laune, eine Flasche Wasser und die Kamera einpacken und los! Der Weg führte von der Davie Street durch die kleinen Seitenstraßen auf die Robson Street und von dort aus gen Chinatown. Alles in allem hat man dieses Ziel nach 45 Minuten erreicht.
Die Straßenschilder sind auf einmal zweisprachig - sowohl an den Laternen......als auch auf dem Fußweg...Nach diesem Herren hier wurde ein kleiner, aber sehr hübsch angelegter Park mit einem Koi-Karpfenteich inmitten der Großestadtoase benannt. Ein bissel Kultur muss schließlich auch mal sein. ;-)Im Park, d.h., im Schatten, konnte ich meine Gesichtszüge endlich ein wenig entspannen. Das ewige in die Sonne blinzeln ist auf Dauer dann doch anstrengend. Aber ich will ja nicht klagen, sondern Klärchen lieber für so einen sonnigen Spätsommer danken. ;-)
Nach der Entspannung im Park ging es ab ins traditionelle Chinatown, mit all seinen hübschen Gebäuden... ...den vielen Gassen mit zahlreichen kleinen Läden und Ständen.Käuflich erwerben kann man hier allerlei Obst, Gemüse, Wurzeln, Nüsse, etc...Allerdings habe ich als Durchschnittseuropäer hier eher Schwierigkeiten mit der Identifizierung der einzelnen Waren. Die chinesische Beschreibung hilft an dieser Stelle leider auch nicht weiter.Ha, das hier kann ich erkennen! Das sind bzw. waren einmal Enten, ;-)Natürlich gab es auch Fisch. In der frischen Variante... ...oder auch in getrockneter Ausführung. Den Geruch dazu kann sich sicherlich jeder von euch vorstellen. Naja, und getrocknete Echse am Stock gab es auch. Allerdings ist das nicht ganz so nach meinem Geschmack.Nach so viel Tradition ging es dann wieder in die etwas modernere Welt. Wir sind also von Chinatown nach Gastown gelaufen. Hier mal die Erläuterung, was es mit Gastown auf sich hat. (Quelle: Wikipedia)
Gastown ist ein historischer Stadtteil im Zentrum Vancouvers. Der Name stammt vom britischen Siedler John „Gassy Jack“ Deighton, der hier 1867 das erste Lokal eröffnete. Das berühmteste Wahrzeichen des Stadtteils ist eine Dampfuhr. Der Ort wuchs rasch als sich eine Sägemühle und ein Seehafen ansiedelten. Schnell wurde es ein Handels- und Finanzzentrum.
Am 6. April 1886 erhielt Gastown die Stadtrechte und wurde zur „City of Vancouver“. Nur zwei Monate später, im Juni 1886 wurde die Stadt Opfer des großen Feuers von Vancouver, das in Gastown nur zwei Gebäude überstanden. Es dauerte bis in die 1920er Jahre bevor der Ort wieder ganz aufgebaut war.
In einer der kleineren Nebenstraßen hatte Red Bull zur Skaterparty geladen und es gab allerlei RedBull und Skater. ;-)
Läuft man ein Stück weiter kommt man an die virtuelle Grenze von Gastown und Coal Harbour. Ältere, aber auch viele moderne Gebäude prägen hier das Bild. Das hier ist das Gebäude, in dem die SeaBus Station zu finden ist. Der SeaBus ist eine Art Fähre, die Downtown mit Nord-Vancouver verbindet.Blick auf Canada Place. Gerade ankert hier die Norwegian Sea, ein ziemlich beeindruckendes Kreuzfahrtschiff.Das hier ist der Güterbahnhof und der Frachthafen Vancouvers. Hier kommen die Container an.Das ist das Gebäude, in welchem die meistgelesene Zeitung British Columbias beherbergt ist, The Province.
...Canada Place aus nächster Nähe...
...und hier die Norwegian Sea noch mal aus der Nähe...Leider hat an dieser Stelle die Batterie meiner Kamera schlapp gemacht, sonst gäbe es noch mehr Bilder. :-(
Das war also mein Sonntagsspaziergang durch die Stadt. Hat echt Spaß gemacht und man entdeckt doch immer wieder Neues, was man vorher gar nicht bemerkt hat.

Und das hier wollte ich euch auch noch zeigen. Läuft wohl unter dem Motto "Religiöse Bekehrung einmal anders". Man nehme: einen MiniVan und tausende Fotos, die man zu einer riesigen Collage zusammenbastelt, mit der man dann das Auto beklebt. Und dann parke man das Gefährt an einem hochfrequentierten Ort in der Stadt. Irre, wenn ihr mich fragt...aber schließlich hat ja jeder so seine Hobbies. ;-)

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