Dienstag, 30. Juni 2009

86 und kein bisschen alt

Opa Fred ist 86! Grund genug, um ein Wochenende auf der Insel zu verbringen und zu feiern! Wie schon im letzten Jahr hatte Fred mehr Geburtstagsgäste als du und ich zusammen und er hatte - wie auch seine Gäste- jede Menge Spaß.
Den von Shawn selbstgemachten Kuchen hat er natürlich mit größter Freude angeschnitten, sich sein Stück genommen und den Rest vom Kuchen seinem Schicksal überlassen. ;-)
Für die Frühaufsteher gab es noch ein extra schönes Highlight: Rehe im Garten! Während ich also noch seelig geschlummert habe, hat sich Bambi schon über die vor dem Haus gepflanzten Blumen hergemacht.

Samstag, 20. Juni 2009

The Ride to Conquer Cancer

An diesem Wochenende ist es endlich soweit. Das Warten hat ein Ende. Es ist Zeit für den diesjährigen Ride to Conquer Cancer: eine Tour mit dem Fahrrad von Vancouver nach Seattle. Diese Tour ist verbunden mit einer Spendenaktion, die der BC Cancer Foundation zu Gute kommt. Die über 1700 Teilnehmer haben in den vergangenen Monaten die grandiose Summe von 7 Millionen Dollar an Spendengeldern für die hiesige Krebsforschung gesammelt. Der Gedanke an diejenigen, die den Kampf gegen den Krebs verloren haben und die Hoffnung, mit den gesammelten Spenden endlich ein Heilmittel gegen die Krankheit finden zu können motivierte die Teilnehmer zur monatelangen Vorbereitung, langen und harten Trainingsstunden im Sattel und Spendenaufrufen. Es hat sich gelohnt! "Unser" Team, die Heron Flyers, haben stolze $37.900 zur Gesamtsumme beigetragen. Phil und Shawn sind 2 von insgesamt 9 Teammitgliedern.
Am Samstag ging es in aller Frühe auf zur ersten Etappe: Surrey (im Süden von Vancouver) - Mt. Vernon (USA). 135 Kilometer. Die allgemeine Stimmung war gut.
Nach der Eröffnungszeremonie, mit ergreifenden Reden, einer gemeinschaftlichen Erwärmung und diversen Sicherheitshinweisen wurde zur Startlinie gebeten. 1700 gelb-schwarze Trikots setzten sich in Bewegung.

Etappe 2 führt am heutigen Sonntag von Mt. Vernon zur University of Seattle, dem Ziel der Tour. Hoffen wir mal, dass alle gesund und munter ins Ziel kommen und diese Tour ein unvergessliches Erlebnis ist.

Freitag, 19. Juni 2009

Mein erstes Mal

Ganze 2 Jahre hat es gedauert bis ich es gewagt habe. Alle haben mich gewarnt und gesagt, es wäre gar nicht so einfach. Ich solle es mir genau überlegen und bloß nichts Unüberlegtes tun.

Was soll ich sagen? Ich habe es getan! Wie versprochen!

An meinem heutigen freien Freitag habe ich mich durchgerungen und zum ersten Mal den bei den Vancouverites sehr beliebten Grouse Grind erklommen. Hiken der Superlative- zumindest für jemanden wie mich, die nicht zur Hiking-Elite gehört und damit als eher unsportlich einzustufen ist. Der Hiking Trail war zwar nur 2.9 Kilometer lang, aber dafür ziemlich steil. Auf dem Weg zur Spitze des Grouse Mountain überwindet man 853 Höhenmeter und 2830 Stufen. Laut Statistik war ich eine von über 100.000 Irren, die sich jedes Jahr den Grouse Grind hochquälen.
Bereits nach 10 Minuten (oder doch schon eher?) war ich völlig außer Puste und der Schweiß lief mir die Stirn herunter. Nach gut 20 Minuten war ich dann fix und fertig. Und dann das:Waaaaaaaas? Erst ein Viertel der Strecke? Ich war drauf und dran umzukehren! Aber mein innerer Schweinehund hatte heute schlechte Karten und so habe mich weiter bergauf gequält.
Nach 95 Minuten war ich dann endlich oben angekommen. Man war ich geschafft! Ein Foto vom "Zieleinlauf" gibt es aufgrund vom akutem Energiemangel leider nicht. Trotzdem hat mich oben ein Gefühl von Stolz und Erleichterung überkommen, die brennenden Schenkel waren Nebensache und irgendwann hab ich auch wieder normal geatmet. ;-)
Und weil es so schön war, werde ich den Quatsch wohl gleich morgen wiederholen. Dann vielleicht mit Zielfoto.

Alltag

Es kann ja nicht jeden Tag etwas Aufregendes passieren und daher bekommt ihr heute ein paar Bilder aus dem Alltag. Viel ist in den vergangenen 2 Wochen nicht passiert. Man geht arbeiten, freut sich auf´s Wochenende und versucht, die Freizeit so gut es geht zu nutzen. Alltag eben.
Das Wetter ist hier seit mehreren Wochen super sonnig. Ganz Vancouver-untypisch hat es hier seit Wochen nicht mehr geregnet und der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite. Ein Grund mehr, so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen.
Am letzten Sonntag war Car-Free Vancouver Day. In ganz Vancouver wurden hier und dort ein paar Hauptverkehrsstraßen für diese Straßenparty gesperrt. Das Wetter war bombastisch und so tummelten sich zahlreiche Vancouverites auf den Parties. Ein voller Erfolg für die Gemeinde.
Zwischen den Wochenenden liegt ja bekannterweise eine Arbeitswoche. Die Abende eben dieser haben wir uns in der letzten Woche mit diversen Einladungen zum Dinner von Freunden und Familie versüßt, die wir natürlich nicht ausschlagen konnten. Klein-Micah hat sich in bester Gastgebermanier geduldig von uns bespaßen lassen, bevor er Punkt um 7 völlig kaputtgespielt eingeschlafen ist.
...und zu jeder guten Party gehört nicht nur gutes Essen sondern natürlich auch das ein oder andere Gläschen zum Anstoßen. Grund zum Feiern gab es ja schließlich genug.

Samstag, 6. Juni 2009

"Ich will dich freien."

"Ich will dich freien. Ich möchte um deine Hand anhalten."Genau zwei Jahre nach unserem ersten Kennenlernen hat Shawn heute in seinem besten Deutsch (á la Wörterbuch) völlig überraschend die Frage aller Fragen gestellt! Ein wenig geschockt aber überglücklich gab es natürlich ein "JA" und ein paar Freudentränen gleich noch dazu.
Auch die Ewigkeit besteht aus Augenblicken und ich genieße jeden einzelnen davon! Life is good!

Freitag, 5. Juni 2009

Grouse Mountain

Hier in der Provinz ist der Sommer eingekehrt. Andauernde Temperaturen um die 30-Grad-Marke bringen die Bewohner von British Columbia seit Tagen ganz schön ins Schwitzen. Im Norden kämpft man gegen Waldbrände, ich kämpfe mit den Schweißperlen auf meiner Stirn.

Bloß gut, dass ich heute wieder einen meiner Flex Days hatte! Frische Luft und Sonne satt statt Büro und Aktenberge! Statt mich also auf Arbeit zu schleppen hieß das heutige Tagesziel Grouse Mountain. Beliebt für die Nähe zur Stadt, die tolle Aussicht und natürlich für den berüchtigten Grouse Grind- den steilen Anstieg zu Fuß, der für jeden Hiker eine Herausforderung darstellt. Hiken war heute allerdings keine Option. Es war a) zu warm und b) waren 2 Kleinkinder mit von der Partie (die beste Ausrede überhaupt!). Es ging also mit der Gondel die gut 1000 Meter nach oben. Trotz wärmebedingtem Smog über der Stadt war die Aussicht wunderschön. Oben angekommen sind wir gleich diesem netten Kerl hier begegnet. Ca. 500 kg schwer und aufgerichtet knapp 3 Meter groß. Ich war schwer beeindruckt!
Die Kids waren begeistert und wir (die Erwachsenen) waren froh, dass die Bären nicht frei herum gelaufen sind, sondern in einem Habitat und damit hinter´m Zaun waren! ;-)
Nach einem Lunch in der Sonne haben wir dann noch ein paar Lumberjacks bei der Arbeit zugesehen. Die Jungs haben die Baumstämme mit der Axt, der Säge und der Kettensäge ordentlich bearbeitet und dabei mit Sicherheit gut geschwitzt.
Fazit vom Freitag: Grouse Mountain ist ein super Tagesausflug für die ganze Familie.
Beim nächsten Mal werde ich aber nicht so faul sein wie heute und werde, statt die Gondel zu nehmen, mich den Berg zu Fuß hochquälen! Versprochen!