Samstag, 20. Februar 2010
Olympia Tag 8 - Sommersonne statt Februarfrust
Ein weiterer sonniger und wunderschöner Februartag in Vancouver. Die olympischen Spiele schreiben Tag 8 der Wettkämpfe. Auch heute ist die Stimmung ausgelassen und fröhlich. Ein Grund mehr, dem Spektakel beizuwohnen und noch ein wenig mehr olympischen Spirit aufzusaugen. Gemeinsam mit Trevor und Jen machten wir uns also auf den Weg.
Ziel des Tages: der Aboriginal Pavillon. Wie überall hieß es auch hier: bitte hinten anstellen! Die Menschenmassen formen sich wie üblich in langen Schlangen an jedem Pavillon und jeder Attraktion.
Das Warten in der Schlange wurde uns teilweise mit kleinen Tanz- und Gesangeseinlagen der Aborigines verkürzt. Damit sollte Einheimischen und Touristen die Kultur von Kanadas Ureinwohnern ein wenig näher gebracht werden.
Den Rest der Zeit vertrieben wir uns mit Fotografieren und guter Konversation.
Unsere Gruppe hatte sich inzwischen um Shannon und Ryan vergrößert und wir hatten eine Menge zu erzählen, weil wir uns alle schon länger nicht mehr gesehen hatten.
Zweieinhalb Stunden (!) haben wir angestanden. Als wir dann am Eingang des Pavillons angekommen waren gab es im Innenraum technische Schwierigkeiten und wir wurden um ein wenig Geduld gebeten. Leider haben die Techniker das Problem nicht in den Griff bekommen und wir zogen ein wenig enttäuscht von Dannen.
Die kleine Enttäuschung war allerdings schnell wieder vergessen, schließlich hatten wir das Highlight des Tages noch vor uns: Karten zu einer weiteren Victory Ceremony. Nicht live, dafür aber live aus Whistler übertragen. Dazu ein Konzert der Stereophonics. Super Aussichten ! Wir haben uns also auf den Weg zum BC Place gemacht, wo es wieder hieß: bitte hinten anstellen. Diesmal für die Sicherheitskontrollen. Aber auch hier haben wir uns das Anstehen mit Fotografieren verkürzt. Hier mal ein Blick auf den Pavillon von Québec und rechts hinten dem Sotchi House. Science World (das runde Gebäude rechts) wurde von Russland für die komplette Dauer der olympischen und paralympischen Spiele gemietet, um die Spiele 2014 in Sotchi zu promoten. 

Im BC Place angekommen haben wir schnell unsere Plätze eingenommen und dann ging es auch schon los. Wir haben die Medaillenvergabe in Whistler hier in Vancouver per Videoübertragung lautstark mitgefeiert. Ich hab mich besonders für die deutschen Damen gefreut, die eine Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen haben.
Die Massen waren natürlich völlig aus dem Häuschen, als der Kanadier Jon Montgomery für seinen Sieg im Skeleton mit der Goldmedaille belohnt wurde. Jede Medaille für Kanada wird hier frenetisch gefeiert.
Und so sehen die olympischen Medaillen aus der Nähe aus. Schick!
Nach dem offiziellen Teil sorgten dann Stereophonics aus Wales dafür, dass der Jubel nicht abbrach. Eine tolle Show, gute Musik und super Stimmung = rundherum ein toller Abend.
Damit aber nicht genug, wir hatten noch mehr auf dem Plan. Erster Stopp nach dem Konzert war das olympische Feuer. Der hinderliche Maschendrahtzaun wurde aufgrund zahlreicher Beschwerden im Laufe der letzten Woche näher an die Flamme herangesetzt und in Augenhöhe unterbrochen, um allen eine freie Sicht zu gewähren.
Mittlerweile war unser Grüppchen um Teresa, Aaron und den kleinen Cameron gewachsen. 

Gemeinsam machten wir uns auf zum Robson Square, wo pünktlich 21:30 Uhr das allabendliche Feuerwerk losging. Und damit ihr euch mal vorstellen könnt, wie die Hauptverkehrsstraßen in Vancouver dieser Tage aussehen, hier mal zwei Bilder:
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